Winternachtfahrt 2011

Lagebericht zur WiNaFa 2011

Ich befinde mich gerade noch im Grenzland zwischen zwischen Realität und „weiß nicht genau.“ Die wohlige Wärme und die damit verbundenen Gedanken verblassen zusehends. Die Geräusche um mich herum, drängen sich immer weiter in mein Bewusstsein, wie ein Presslufthammer, der langsam aber sicher die Mauer zermürbt, bis er einen Durchbruch geschaffen hat. Ich gebe auf und füge mich in mein Schicksal. Ich öffne die Augen. „…ah! – ist das hell!“ Nur für einen kurzen Moment versuche ich noch mal zu entkommen, in dem ich die Augen wieder schließe: „Zu spät!“ Der Präsi hat mich bereits bemerkt und versprüht seine gute Laune über mich. Es hilft alles nichts. Ich streife meinen Schlafsack bei Seite und richte mich auf. „Wo bin ich? – Was ist geschehen?“ Um mich herum räkeln sich die anderen in ihren Schlafsäcken. Es sieht aus wie in eine Dose mit Maden, die man als Köder beim Fischen verwendet. Die unbeholfenen Körper in ihren Schlafsäcken und der Präsi tanzt durch sie hindurch wie ein Dompteur.

Was war eigentlich geschehen? Treffpunkt war am Tag davor in unserem Vereinsheim, dem Bistro im Raffel. Draußen hat es geregnet und drinnen war es so gemütlich. Viel zu spät haben wir uns in die unfreundliche Weite des Wettstettener Hinterlandes aufgemacht. Es war dunkel und nass und die Kälte tat ihr übriges, so dass wir uns auf mehr oder weniger direktem Weg zu unserem Ziel begaben. Den Gasthof „Löwen“, in Bergheim.

Wir gingen nicht über Los, zogen keine 4000 Steine ein, machten aber noch einen kleinen Zwischenstopp, um uns mit einem Warmen Getränk die Kälte aus den Gliedern zu scheuchen. Vielen Dank an dieser Stelle für unsere beiden Servicefahrzeuge.

Ja es ist eben doch ein Unterschied, ob man bei Regen draussen steht, von einem Bein auf das Andere hüpft und was warmes trinkt – oder man im Warmen sitzt, von einer Backe auf die Andere das Gewicht verlagert und etwas kaltes trinkt. Deshalb versuchte ich die Herde zum weiterfahren zu bewegen. Es war auch nicht mehr weit. Am Berg in Bergheim wurde die Glocke noch mal für einen Bergsprint geläutet, bevor wir die Räder in eine eigens dafür vorgesehene Garage einparkten. Sogar ein Schild mit der Aufschrift „Radlgarage“ war vorbereitet.

And now we´re leaving the german Sector and entering the gemütliche Teil from the Abend.

Doch bevor es zum Gemütlichen Teil des Abends ging, legte der ein- oder andere noch die Abendgarderobe an.

So erst mal ein leckeres Schnitzel mit Kartoffelsalat und für diejenigen, die den Hals nicht voll bekommen, noch einen Nachschlag und dann kann ich mich vor lauter Völle gar nicht mehr bewegen. Da hilft nur noch eins: „Beschäftigungstherapie!“ Lange Haare, kurzer Sinn – Instrumente ausgepackt und abgerockt bis die Schwarte kracht. Mit Waschbrett und Gitarre bis in den Morgen. A paar ham auch die Eier geschaukelt 😉

und weil wir noch nicht genug gegessen haben gabs noch a Betthupferl in Form einer genialen Brotzeit mit Plazenta und Gurken und Kren und Käse und Wurst.

Und dann schließt sich der Kreis für mich. Nach einem Gutenacht Gebet hat mich der Präsi dann ins Heiabettchen gelegt und mir noch eine Gute Nacht Geschichte vorgelesen, bis ich dann eingeschlafen bin.

Jetzt stehe ich da und das Frühstück wird gerade aufgetragen, und eine Tasse Kaffee würde mir wieder die Lebensgeister wecken. Nach und nach waren wir alle wieder am Tisch vereint. Alle? Nein ein einsamer Trupp von wackeren Streitern – hatte sich den Wecker gestellt um noch vor dem Frühstück ein paar Kilometer abzuspulen. Leider haben sie sich anscheinend verfahren, weil sie nach dem Frühstück immer noch nicht wieder da waren…..

Grüßn

euer Schreiberling

 

 

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