Tegernseemarathon 2011

Ja, da liegt er nun, der Tegernsee und ich muss sagen, ich hab gar nicht so viel von ihm mitbekommen. Bei der Anreise lag er noch in seinem Bett und bei der Abreise war Stau. Also keine Zeit, um sich den Kameraden mal genauer anzusehen. Das Wetter war ein Traum, weil Lissy noch kurz vor der Abreise einen „Zwickl“ in den Schönwetterautomaten gesteckt hat. Jetzt mussten wir nur noch Radfahren.
Stau gab es auch bei der Startnummernausgabe.
Übrigens was macht ein RVW´ler, wenn er am Tegernsee einer Schlange begegnet?
Na? ….ja hinten anstellen!
So viele Radfahrer – Wahnsinn!!! Und schon ging´s los – Kette rechts und das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Immer wieder schön zu sehen, wenn man von so weit hinten ins Rennen geht, dass es doch so viele Radfahrer gibt die am Berg „abkacken“.
Karbon statt Kondition! Aber das spielt alles keine Rolle – Spaß soll es machen. Der Weg ist das Ziel und der innere Schweinehund ist der Gegner, den es zu bezwingen gilt.
Einen Wermutstropfen gab es allerdings schon – das war der Einstieg in die erste Schiebepassage. Dort standen wir sage und schreibe eine Viertelstunde im Stau. Vielleicht hätte mich das tierisch aufgeregt und meine Halsschlagader auf die Größe eines Wienerwürstchens anschwellen lassen, wäre da nicht dieser Dummschwätzer gewesen. So hatte ich eine ganze Currywurst am Hals, ungeschnitten wohlgemerkt, während mir dieser Mensch ein Loch ins Ohr gebohrt hat. Eigentlich ungerecht, dass man solch eine Körperverletzung nicht strafrechtlich verfolgen kann und Selbstjustiz ist auch verboten. Da hilft nur eins – schneller fahren und nicht mehr nachlassen. Der hat auch ausgesehen wie der Till Eulenspiegel und er hatte Kniestrümpfe an. Und ich meine richtige Kniestrümpfe über der langen Hose – keine Kompressionsstrümpfe. Da hat die Mutti wohl gesagt er soll sich warm anziehen, wenn er den Tegernseemarathon fährt. Jetzt das Gesicht noch weiß geschminkt und er könnt in Zirkus als Clown auftreten.

Für die wunderschöne Landschaft und die grandiose Aussicht hatte ich nur sehr begrenzt Ressourcen übrig. Schon am zweiten Anstieg wurden Stimmen laut, ob das nicht schneller ginge, wir würden hier schließlich ein Rennen fahren… Mich hätte es vor Lachen beinahe vom Rad gehauen. Der war echt gut – und ich hätte ihm das beinahe abgekauft, wäre ihm da nicht selbst das Lachen ausgekommen. Einer anderer ist sogar mit der Hirschledernen gefahren. Also es gibt sie doch noch. Ein seltener Volksstamm, der die Hosen noch über dem Knie trägt – ja die Bayern. Also mir hat es tierisch gut gefallen und nächstes Jahr fahr ich dann wirklich die C-Runde – versprochen – oder!??
Und im Ziel waren dann alle RVW´ler glücklich wieder vereint. Halb Kösching war auch da und bei so vielen bekannten Gesichtern ist das fast ein Heimspiel gewesen.

B35 S. Elisabeth DEU RV-Wettstetten U30 Damen 3:37:55.6
C146 G. Robert DEU RV-Wettstetten U50 Herren 4:22:14.5 (B ohne Wertung)
D70 R. Tobias DEU RV-Wettstetten U40 Herren 5:03:36.4
D71 Z. Robert DEU RV-Wettstetten U50 Herren 5:30:59.5
D18 N. Christian DEU RV-Wettstetten U30 Herren 5:33:01.9
D179 K. Ivo DEU RV-Wettstetten U40 Herren 5:50:34.6
D180 L. Dennis DEU schlag den Ivo U40 Herren 37. 5:50:34.4

Yours,
der Schreiberling vom RVW

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.