O´Kasn 2012

O´Kasn 2012

Servus Gkrias Eikch kkumm drikk an Schapps…. Aber dazu später…

Angefangen hat alles wie so oft mit einem unangenehmen Geräusch an meinem Ohr, dass mir unmissverständlich zu verstehen gibt, dass es jetzt Zeit ist aufzustehen. „Warum muss ich Vollpfosten auch immer zu allem ja und amen sagen? – aber selber schuld!“
Ich mach jetzt schnell einen Zeitsprung und bin schon auf dem Weg auf der Autobahn und befinde mich bereits im Münchner Süden. Die Nacht über hatte es geregnet und seit München regnet es wieder und jetzt ist grad Wolkenbruch angesagt. Freiwillig würde ich nicht die rechte Spur benutzen. Ich bin nämlich einer derer, die mit 80 auf der mittleren Spur fahren – egal wer da hinter mir drängelt und mich aus Wut rechts überholt.
Bei der Ankunft in Mittenwald am Bahnhof hat es grad nicht geregnet – aber der Regen ließ nicht lange auf sich warten. Dafür aber Dirk, der ein wenig später kam, so dass unser Gepäcktransport, der Wirt der Eppzirler Alm, ein bisschen warten musste.

Als wir dann endlich loskamen hat es nur noch genieselt und in Scharnitz war es schon fast trocken. Nur ich hatte feuchte Hände und ein Zucken in der Faust. Ich möchte hier an dieser Stelle nicht zu sehr ins Detail gehen, aber es sind immer die gleichen, die gewisse Toleranzen innerhalb der Gesellschaft auf ein Maximum zu ihren Gunsten ausweiten.

Zunächst führte uns der Weg steil bergauf zur Oberbrunner Alm. Ich hatte das Vergnügen, mit Tobi als erster oben aufzuschlagen um gleich mit einem Schnaps vom Hüttenwirt empfangen zu werden. Wenn ich die vergangenen Reiseberichte des RVW gelesen hätte, wüsste ich was mich dort erwartet. So trank ich naiv wie ich bin meinen Schnaps aus und stellte das Glas auf dem Tisch ab, um für meine Sachen eine geeignete Stelle zu finden. So schnell hab ich gar nicht geschaut, da hat der Wirt schon nachgeschenkt und mich zum Trinken aufgefordert. Perplex wie ich war suchten meine Blicke Rat bei den anderen Gästen, die mich nur mit glasigen Augen anlächelten. „Da darfst nicht austrinken – sonst schenkt der immer wieder nach!“ Haben sie gesagt. Dann war mir das auch klar und ich ließ das volle Glas erst mal stehen.
Weil es draußen nicht gerade gemütlich war und ich noch ein wenig feucht von der Auffahrt, war es mir in der Hütte vernünftiger. Nach und nach trudelte der Rest der Truppe ein und musste die Feuertaufe über sich ergehen lassen. Ja da war es dann ziemlich lustig, wie man sich wohl denken kann. Das Essen war auch lecker und angeblich war der Rest der Tour eher flach. Ich weiß nicht mehr genau, wer das gesagt hat, aber er wäre sicherlich geteert und gefedert worden. Nach einer kurzen Abfahrt erfolgte der finale Aufstieg zur Eppzirler Alm. Ich sag nur gefühlte 30% durchschnittliche Steigung und ich weiß nicht woher ich so einen „Brand“ hatte – wahrscheinlich das Kraut und der Speckknödel – muhahaha. Ach ja genau das Kraut wird heute auch noch eine zentrale Rolle spielen – aber dazu später…

Endlich angekommen und Quartier bezogen – geduscht und erst mal an Eimer schwarzer Brause um den Verdauungstrakt wieder auf „Normal“ zu stellen. Ich hab mal gehört, das ist ein Hausrezept, wenn die Verdauung a bisserl durcheinander ist. So viel zum Kraut. Der Abend verlief dann in gewohnter Manier. Die Küche hatte für uns was leckeres vorbereitet und am späten Abend gabs dann noch an Kaiserschmarrn aus dem „Wannl“.
Das sind einfach Traditionen… Wie sagt man: „…was früher reif ist, wird schneller faul!“
Getreu nach dem Motto war für uns relativ Zeitig Schluss und alle (…und ich meine auch wirklich alle!!!) folgten Morpheus Ruf und suchten ihr Lager auf. Der Präsi bekam seine standesgemäße Extrawurst (Zimmer) und der Rest wickelte sich in seine Säcke ein…
Kaum war das Licht aus, ging es auch schon los – im Schutze der Dunkelheit öffneten sich sämtliche Schleusen und das Kraut machte sich lautstark bemerkbar. Sozusagen ein Furzkonzert in Moll. Hatten doch so viele mittags ein Kraut gegessen…
Das Ende vom Lied war, dass alle Fenster und die Tür über Nacht offen geblieben sind und es mich gefroren hat wie einen Hund. Es ist nachts Saukalt so auf 1459M.ü.N.
Dafür gabs zum Frühstück Spiegeleier mit Speck und auch sonst wurden wir bewirtet wie die Könige. Auch hatten um 8 Uhr morgens schon alle ausgeschlafen und machten es sich am Frühstückstisch bequem. Ich glaube, das ist auch einzigartig in der Vereinsgeschichte – oder Mr. Präsident

Die ganz „Naschn“ sind dann noch auf die Eppzirler Spitze bzw. Scharte gegangen und ich hab es mir mit ein paar Gleichgesinnten lieber in der Morgensonne gut gehen lassen… Abends hab ich dann auf Facebook gelesen, dass alle wieder (fast) Heil daheim angekommen sind…

That´s all Folks
Yours Schreiberling

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