Garmisch – Riva (2013)

Teilnehmer: Simone, Lissy, JoJo, Uwe, Ivo, Chris

 

Geplanter Start Samstag 20.07.2013

Wenige Stunden vor Abfahrt mussten Simone, JoJo und Lissy den Alpencross wegen eines Schicksalsschlag und Krankheit absagen.

Ivo, Uwe und Chris entschieden sich trotzem zu starten. Das Wetter war einfach zuuuu GUT!!!

Auf der Hinfahrten hatten wir schon im Zug telefonischen Kontakt mit JoJo.

JoJo hat sich bereiterklärt uns am Mittwoch abzuholen. Somit war klar –> der Cross wird in 5 Tagen gemacht!

und es kam wie es kommen musste…

Geiles Wetter – Geile Trails und jeder hat ne Schramme mitgebracht!

1. Tag :

Nach der Ankunft in Garmisch ging es an verschiedenen E-bike Ladestationen vorbei, über den Eibsee und Fernpass nach Imst und anschließend am Inn entlang nach Oetz. Nicht ohne noch ein paar Trailschlenker auf einem Geolehrpfad  einzubauen, weil wir sonst  vor 18.00h angekommen wären. Nach dem Fernpass trug  Uwe als erster zum Thema Schrammen&Sturz etwas bei – und wir haben gelernt, man kann auch im Stehen spektakulär stürzen / abrutschen, aber alles nochmal gut gegangen.

2. Tag :

Am nächsten Tag wurde dann anläßlich des Tiroler Schützenfestes  im Oetztal „scharf geschossen“ und die Straßen waren gesperrt, was uns aber auf dem „Oetztal Mountain Trail“ nicht weiter aufhielt. Wegen dem Schwierigkeitsgrad und der Breite dieses Weges hätte der Altmühltalradweg den Titel „Altmühltal Mountain Trail“ verdient! In Vent wurden noch vor dem letzten Anstieg die Flaschen und Kohlenhydratspeicher gefüllt und die letzten 1100 Hm am Stück zur Similaun Hütte in Angriff genommen. Natürlich frisch eingecremt, denn die Sonne brannte unermüdlich, einige Wanderer waren schon fast schwarz. Die letzten Höhenmeter über den Gletscher war dann schieben und tragen angesagt bevor uns Ivo gegen 18.00h frisch duscht auf der Hütte erwartete.

3. Tag:

7.20h, die Sonne strahlt den Gletscher an – wir waren tatsächlich startbereit, inkl. Frühstück, packen und Bikecheck (auf 3000 Meter sollte der Luftdruck in der Gabel unbedingt angepasst werden). Also rollten bei knackigen 5 Grad los, jedenfalls so um die 20 Meter, denn erstmal mussten wir ein paar Höhenmeter abwärts schieben und feststellen mit etwas Fahrtechnik ist doch einiges fahrbar und zugleich schont das die guaten Schuah. Noch war es etwas schattig, aber ab dem Vernagtstausee konnten wir uns bei wärmenden Sonnenstrahlen auf die Trails Richtung Schloss Juval stürzen. Gestürzt ist Chris zuvor bei der Abfahrt vom Similaun auch, wobei wir bei der anschließenden Podiumsdiskussion auf 2500 Meter nicht eindeutig klären konnten ob Wasser, Luft, Desinfektionsmittel, ein klassischer Verband oder spritzender Kuhdung zu einer optimalen Wundheilung am besten beiträgt.

Auf dem weiteren Weg zu Schloss Juval ließen wir ein Verbotsschild wg. Steinschlag links liegen und durften dann regelmäßig über einige Steinwüsten, die durch abgerutschte Berghänge entstanden waren, schieben und tragen. Kurz vor Schloss Juval hatten wir, vermutlich durch ein Nagelbrett, gleichzeitig fünf Platten. Damit war zumindest geklärt dass wir doch schon in der Schlossgaststätte Mittag machen.

Den Nachmittag verbrachten wir dann mit dem 1200 Hm Anstieg zur Naturnser Alm, wo Ivo mit 50 min. Vorsprung auf uns wartete und uns zumindest eine Snickerspause – „wenns mal wieder länger dauert“ – gönnte,  bevor wir über einen Trail ins Ultental rollten / rutschten und fluchten (betrifft den letzten des Trios, der in der 100mm-Klasse am Start war).

Im Ultental trennten sich für die letzten 20 km unsere Wege, weil Ivo noch einen Trail mitnehmen wollte. Während Uwe und Chris auf der Straße an den Talschluss nach St. Gertraud zu unserer Unterkunft weiter fuhren – gefühlt waren es unsere längsten 20 km die wir jemals auf Teer gefahren sind.

Das Ergebnis des heutigen Tages knapp 13h unterwegs, davon ca. 7 h Fahrzeit, 4000 Höhenmeter (abwärts), 2500 aufwärts! Durchschnittstemperatur: angenehme  20 Grad, 5 in der Früh und 35 am Nachmittag beim „aufiviechen“ zur Naturnser Alm.

4. Tag :

Ab in die Brenta! Aber erstmal mussten wir den Anstieg mit einigen steilen Rampen rauf zum Rabbijoch meistern. Von hier aus ging es einen flowigen Trail über Wiesen und danach Waldtrail hinab ins Val di Sole und gleich

gegenüber auf dem Schotterweg rauf nach Madonna di Campiglio. Nach kurzem verschnaufen empfahlen wir Ivo sich für den nächsten Cross andere Freunde zu suchen 😉 und gaben uns die letzten 500 Hm zum Rif. Graffer.

Oben angekommen erschien er uns – ganz in weiß – „habemus Papam“.  Aber auch wir Nicht-Katholiken erkannten, dass es nicht der echte Papst war, sondern ein Schauspieler, weil dort ein Film über den aktuellen Papst gedreht wurde.

Sogar Kunstschnee hatten sie hingepulvert und den Boden mit Tüchern abgedeckt. Nach einem traumhaften 3-Gänge Menü und anschließendem Kuchen war die heutige Kalorienbilanz wieder ausgeglichen. Auch heute Abend war es draußen so frisch, dass das zelebrieren der mitgebrachten Zigarren nicht möglich war, das musste noch bis zum Lago warten.

Kurz vor 22.00h hieß es dann Hüttenruhe – an diesem, für heute, heiligen Ort.

5. Tag:

Die Dolomitfelsen der Brenta leuchteten im Sonnenlicht, Ivo war so motiviert, dass er ohne Rucksack starten wollte  – und los ging es frühmorgens gleich auf die

erste Trailabfahrt durch die Brenta mit bestem Ausblick auf die Gletscher der Adamellogruppe im Westen und die ersten, noch fernen Konturen, der „Gardaseeberge“ im Süden.

Noch eine Schiebepassage über den Pass mit dem wunderbaren Namen Bregn de l´Ors, der mit etwas anderer Betonung auf gut bayrisch den Zustand unseres Sitzfleisches beschreibt.

Danach ließen wir uns, weil wir recht zeitig Mittag machten, die ersten Nudeln des Tages in einem Berggasthof  servieren und rollten anschließend auf einer geteerten Bergstraße bis Stenico, wo Ivo und Chris noch den Mt. Casale in Angriff nahmen und so für einen konstanten Trailanteil dieses Alpencrosses sorgten.

Den letzten Berg lies Uwe aus, fuhr direkt über den Tennosee nach Riva und organisierte schon mal eine Unterkunft.

In Riva (Mittwoch 15:30 Uhr) angekommen mussten wir unserer Alpencross Tradition nachgehen:

Sofortige Einnahme eines BIG LongIslandIcetea in der NoName Bar im Hafen von Riva!!!

Kaum a halbe Stunde später bogen JoJo und Lissy um die Ecke und nötigten uns zum zweiten (noch dunkleren) Drink 🙂

Zwei Tage Aufenthalt am Gardasee mit shopping und einer lockeren Ausradlrunde über den NaveneTrail nach Malcesine gönnten wir uns schließlich auch noch!

Details zum Cross und die ein oder andere Geschichte gibts wie immer am Stammtisch oder beim RVW-Radln 🙂

Danke an Ivo und Uwe für den tollen Cross, ich könnt Trails KOTZEN!!!

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