CHRONIK

Wie der Name unseres Vereins schon sagt, wurde der Radfahrerverein Wettstetten bereits 1912 gegründet. Allerdings nicht in der heute bestehenden Form.

Damals gehörte der Radfahrerverein zur Ortsgruppe Wettstetten des Deutschen Rad- und Motorfahrer-Verband „Concordia“. Hierbei handelte es sich demnach um keinen eigenständigen Verein. Auch nach intensivem Nachforschen in unterschiedlichen Quellen, waren nicht viele Hintergründe bzw. Informationen zu dem damaligen Verein zu bekommen.

Die einzigen Anhaltspunkte, dass es diesen Verein überhaupt gab, sind ein Zeitungsbericht vom 16.05.1912, sowie ein Inserat, als Werbung für ein Waldfest, in der Ingolstädter Zeitung vom 01.06.1912. Des Weiteren existiert ein Foto von Mitgliedern, die 1915 an einem Waldfest teilgenommen hatten. Außerdem gibt es noch eine schöne Urkunde, sowie eine ziemlich gut erhaltene Standarte des Radfahrervereins Concordia Wettstetten aus der Gründungszeit. Konrad Diepold hatte die beiden wertvollen Stücke von seinem Vater, dem Raffelwirt übernommen. Derzeit werden diese Raritäten im Stadtmuseum Ingolstadt aufbewahrt. Der Radfahrerverein Wettstetten versank dann im Laufe des 1. Weltkrieges in einem Dornröschenschlaf. Über ein halbes Jahrhundert war er in Vergessenheit geraten.

Bis sich 1990 einige Wettstettener Bürger entschlossen, den Radfahrerverein Wettstetten wieder aufleben zu lassen. Zur Gründungsversammlung am 05. August 1990, zu der Josef Rothenanger, Thomas Bauch, Christian Werner, Elmar Diepold und Hans-Peter Rottler eingeladen hatten, trugen sich 36 Interessenten in die Anwesenheitsliste ein. Nach einer Erklärung über den Sinn und Zweck des Vereins stimmten 29 Anwesende einer Neugründung zu und trugen sich als Wiedergründungsmitglieder ein.

Die Vorstandschaft wurde wie folgt gewählt:
1. Vorsitzender: Jürgen Betz
2. Vorsitzender: Elmar Diepold
Schriftführerin: Heidrun Mandlinger
Kassenführerin: Judith Leßmann
Beisitzer: Rudi Klose, Anton Platzer, Thomas Bauch

Die Mustersatzung wurde zur Diskussion gestellt und wurde nach kurzen Erläuterungen von den Anwesenden einstimmig angenommen. Einstimmig wurde auch beschlossen, einen Eintrag im Registergericht zu beantragen. Als Vereinsname wählte man „Radfahrerverein Wettstetten 1912“.

Doch damit traten bereits die ersten Schwierigkeiten auf. Das Registergericht lehnte den Namen in der Form und einige Punkte der Satzung ab.

Die Jahreszahl 1912 darf im Vereinsnamen nicht erscheinen, da ein damaliges Bestehen eines Radfahrervereins nicht urkundlich nachgewiesen werden konnte. Nachforschungen in der Geschichte der Gemeinde blieben erfolglos, ebenso der Hinweis auf eine Standarte des früheren Vereins. Daraufhin wurde der Name in der ersten Mitgliederversammlung in „Radfahrerverein Wettstetten“ umbenannt. In der Satzung steht der Zusatz – gegründet 1912.

Am 15. und 16. Mai 1993 fand die Feier zum 80-jährigen Gründungsfest des Radfahrervereins Wettstetten mit Fahnenweihe statt. Zuvor fand jedoch am 28. Februar 1993 auf der Burg Randeck, bei Essing im Altmühltal, das Patenbitten um eine Patenschaft des RSC 1988 e. V. Regensburg statt, welche bei einer fröhlichen Feier besiegelt wurde.

In unserem Verein sollte es im Gegensatz zu unserem Patenverein RSC 1988 e. V. Regensburg, von Anfang an nicht um das Leistungstraining und die Förderung des Spitzenradsports gehen, sondern allgemein um den Spaß und die Freude am Radfahren. Dabei stand allerdings schon immer das Mountainbiken sehr im Vordergrund. Im RVW gibt es allerdings auch einige Mitglieder, die aktiv als Hobbyfahrer an Mountainbike-Marathons, Cross Country Rennen, Straßenmarathons oder sonstigen Rennen teilnehmen. Diese Fahrer zu fördern und zu unterstützen ist für unseren Verein natürlich trotzdem sehr wichtig.